Smartphone-Apps: Blick in die Berechtigungsliste lohnt sich

Es sind die lästigen Updates: Will eine App mehr Rechte an den Daten auf dem Smartphone erlangen, muss der Benutzer dies erst bestätigen. Die meisten drücken sofort auf weiter, was nicht immer gut ist. Ein 5-minütiger Blick in die Berechtigungsliste von Apps.

Login-Maske von Facebook-App

Spitzenreiter Facebook

Berechtigungen der Facebook-App for Android
Berechtigungsliste der Facebook-App.
Bild: Screenshot Playstore.
Die mir bekannte, meistverbreitete App mit den meisten Berechtigungen gehört dem blauen Riesen, Facebook. Ein Blick in die Berechtigungsliste verrät, dass die Facebook-App eigentlich alles kann mit dem Smartphone, dass der Benutzer selbst auch kann. Einige ausgewählte Beispiele:

– Das Mikrofon benützen, Videos und Bilder aufnehmen.
– Direkt Telefonnummern anrufen und kostenpflichtige Anrufe tätigen.
– Die anderen (laufenden) Apps auslesen.
– Deinen Standort auslesen und GPS selbst (dafür) aktivieren.

Facebook erklärt auf seiner Webseite, für was einige privatsphäreverletzende Berechtigungen benötigt werden. Die oben angegebenen Berechtigungen werden darauf aber nicht genannt. Deshalb habe ich mich beim letzten (Berechtigungs-)Update von Facebook entschieden, Facebook zu löschen und stattdessen auf die etwas langsamere Browserversion umzusteigen. Für meine Nutzungszwecke reicht das. 

Appzugriffe überwachen

Eine andere Möglichkeit aushorchenden Apps auf die Schliche zu kommen ist die App SRT Appguard. Die App überwacht ihre App-Kollegen und löscht bei Zugriff auf persönliche Daten die Berechtigung aus der App heraus und warnt den Benutzer.
Das verstösst aber gegen die Nutzungsbestimmungen der Apps und ist wegen Urheberrechtsverletzung strafbar. 
Der Ansatz der App ist aber interessant. Wer mehr darüber erfahren will, findet bei AndroidPit.de antworten und einen Selbsttest.

Alternative: Kopf einschalten und kritisch auswählen

Den meisten Nutzern hilft es schon, sich kurz Zeit zu nehmen und die Berechtigungsliste vor dem Installieren zu prüfen. Wichtig dabei ist, dass die Berechtigungen der App nicht wesentlich umfangreicher sind als der Inhalt. Ein Quervergleich zu Apps mit der gleichen Funktion ist bei grosser Auswahl ebenfalls hilfreich.

PS: Apple-Nutzer dürfe auch kritisch sein. Nur leider kenne ich mich da zu wenig aus. Inputs und Erfahrungen sind gerne willkommen! :)

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